So geht Recruiting heute: Unternehmen bewerben sich bei den Studierenden!

“Arbeitskultur im Wandel: Wie deutsche Firmen um Mitarbeiter kämpfen” – unter diesem Titel brachte der Deutschlandfunk Kultur ein halbstündiges Feature (hier geht es zum Beitrag) zum „War for Talents“. Denn schon lange gibt es in bestimmten Fachbereichen einen regelrechten Bewerbermarkt, das bedeutet, dass durch den Mangel an Bewerbern immer mehr ausgeschriebene Stellen nur mit Verzögerung oder gar nicht besetzt werden können. Will ein Unternehmen hier nicht das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz haben, muss es sich in der Ansprache der Talente etwas einfallen lassen.

Mitten drin im Geschehen und Interviewpartner des Features war Lutz Leichsenring von young targets, der mit seinem Team Eventformate wie die Code Cruise in Hamburg für die Kandidatenansprache entwickelt. Wir konnten ihn auch kurz zu den Herausforderungen für Unternehmen befragen und auch den einen oder anderen Tipp für zielgerichtetes Recrutainment entlocken.

 

Deutsche Hochschulwerbung: Lutz, der Deutschlandfunk hat Euch in Hamburg auf Eurer Veranstaltung “Code Cruise” besucht. Das ist nur eines von vielen Eventformaten aus Eurem Haus. Wo liegt bei Euren Konzepten der Mehrwert für Bewerber und Unternehmen?

Lutz: Bei unseren Formaten geht es in erster Linie darum, dass sich beide Parteien wohlfühlen und in dieser gelösten Atmosphäre ganz ungezwungen aufeinander zugehen können. Es entstehen schnell ganz interessante Gesprächssituationen zwischen Kandidaten und Unternehmensvertreter. Der große Vorteil ist dabei auch, dass bei uns nicht nur Personaler Rede und Antwort stehen, sondern die Bewerber auch einmal direkt und unkonventionelle Fragen stellen können und von der anderen Seite einen realistischen Blick hinter die Kulissen beim Unternehmen bekommen.

Deutsche Hochschulwerbung: Grundtenor des Beitrags ist, dass sich der Kampf um qualifiziere Fachkräfte in der Zukunft noch verstärken wird. Wie können Unternehmen hier rechtzeitig gegensteuern?

Lutz: Wenn man es ganz vereinfacht ausdrücken will: Indem sie die richtigen Leute einstellen. Das ist natürlich nicht so trivial, denn es ist ein langer Weg, um überhaupt zu erfahren, was „richtig“ bedeutet. Ein Zauberwort dabei ist der „cultural fit“, also eine möglichst hohe Passung zwischen Kandidaten und Unternehmen. Denn teilen beide Seiten die gleichen Werte gibt es weniger Unzufriedenheit und weniger Fluktuation und dafür mehr Identifikation mit dem Unternehmen und seiner Arbeit.

Deutsche Hochschulwerbung: Also ist modernes und zielgerichtetes Recrutainment ausschließlich für Konzerne geeignet mit genügend Ressourcen in der Personalabteilung?

Lutz: Nein, überhaupt nicht. Jedes Unternehmen hat eine ganz eigene DNA und man muss kein Heer von Wirtschaftspsychologen unterhalten, um herauszufinden, wofür man steht und welche Persönlichkeiten zum Unternehmen passen. Viele unserer Kunden bei den Jobtouren oder Hackathons sind Mittelständler, die sich in keiner Weise hinter den großen und namhaften Arbeitgebern verstecken müssen. Ganz im Gegenteil: KMU können im Gespräch mit ihren großen Stärken (kurze Wege, viel Verantwortung und ein hohes Maß an Agilität) punkten.

 

Von der Idee zum erfolgreichen Recrutainment-Konzept: 5 Tipps von Lutz Leichsenring, wie man Talente richtig auf Augenhöhe anspricht.

Zurück